Brutalismus | Bücher & Bildbände

Brutalismus Bücher und Bildbände

Der Brutalismus, diese visionäre Bauweise der Nachkriegszeit, die – so der Architekt Le Corbusier – durch ihre wirtschaftliche Effizienz Wohnkomfort demokratisieren und soziales Miteinander schaffen sollte oder als gewaltiger Kirchenbau imponierte, wurde in den 1990er Jahren als Bausünde oder trivialer Büro- und Wohnblockbau gebrandmarkt. Seit einiger Zeit erfährt er nun ein Revival; vom Abriss bedrohte Bauwerke wecken nostalgische Erinnerungen, werden gerettet. Die skulpturalen Qualitäten des Werkstoffs Beton werden wieder geschätzt; Sichtbeton als Stilelement – mit der erkennbaren Maserung der Holzschalungen – ist wieder in, auch bei zeitgenössischen Architekten, und steht für Ehrlichkeit und Nachvollziehbarkeit. Dennoch, auch heute polarisieren brutalistische Bauwerke. Kult und Beton-Star oder Beton-Klotz und Abisskandidat? Bilde dir eine Meinung, und betrachte Bauwerke des traditionellen und neuen Brutalismus in unserer Auswahl an Brutalismus Büchern und Bildbänden!

Bildbände |
Bücher über Brutalismus

Die große Anzahl der aktuell erschienenen Publikationen zum ‚Brutalismus‘ belegt das gestiegene Interesse an dieser Architekturströmung des 20. Jahrhunderts. Verstärkt findet eine Auseinandersetzung statt mit den häufig aus Sichtbeton (béton brut) errichteten Bauten, mit ihren Ursprüngen, Ideen, Besonderheiten, Formen, regionalen Ausprägungen, mit Theorie und Praxis und den dahinter stehenden Architekten. Die ungewöhnlichen, kraftvollen, kontrovers diskutierten Gebäude rücken wieder in den Fokus der Architektur-Interessierten, der zeitgenössischen Kunst und Fotografie. Unsere Auswahl an Büchern und Bildbänden zur brutalistischen Architektur verschiedener Regionen der Welt spiegelt dies wider.

ATLAS OF BRUTALIST ARCHITECTURE | PHAIDON

In einer großartigen, neuen, klassischen Ausgabe vermittelt der ‚Atlas of Brutalist Architecture‘ eine wegweisende Übersicht über einen der umstrittensten, dennoch populärsten Stile der Architektur

Béton brut, roher Beton, das ist der Baustoff, mit dem ab 1950 in einer Zeit des Aufbruchs und Experimentierens mächtige, beeindruckende Gebäude entstanden. Die brutalistische Architektur polarisiert, Verfechter und auch Verächter bewegt dieser umstrittene, heute wiederentdeckte Stil sehr. Eines ist aber sicher: Die Bauten sind durchaus fotogen, wie der Brutalismus Bildband ‚Atlas of Brutalist Architecture‘ zeigt. Er präsentiert bestehende und bereits zerstörte Bauwerke weltweit und bezieht klassische und zeitgenössische Architekten ein, von Marcel Breuer über Oscar Niemeyer und David Chipperfield bis zu Zaha Hadid. Ein interessantes Buch – nicht nur für Liebhaber dieser ästhetisch radikalen Betonarchitektur!

“Within the pages of this book, […the] historical buildings are presented between the modern examples so that the reader is able to gain their own impression of similarities and differences“

ZUM BUCH

THIS BRUTAL WORLD | PHAIDON

Eine Sammlung der mächtigsten und beeindruckendsten brutalistischen Architektur, die jemals gebaut wurde

Brutalistische Architektur – dieser monumentale, kühne Baustil, der seine Hochphase in den 1960er und 1970er Jahren hatte, wird entweder geliebt oder gehasst. Peter Chadwick ist beeindruckt von den oft monströs wirkenden, nicht alltäglichen Bauwerken und stellt sehenswerte Bauten der letzten 100 Jahre – meist aus Beton – in seinem Brutalismus Buch vor. Mit seiner Zusammenstellung von schwarz-weiß-Fotografien dieser Bauten weltweit vermittelt er einen Überblick über den brutalistischen Architekturstil, inklusive geistreicher Zitate bedeutender Persönlichkeiten. Eine anregende Lektüre und Betrachtung schöner Architektur!

“Ich habe „in diesem Bestimmungsbuch die wichtigsten Merkmale, die ich als Architekturhistorikerin zur Beurteilung und Einordnung moderner Architektur heranziehe, offengelegt […].“

ZUM BUCH

Berühmte Architekten & Architektinnen |
Bücher über Brutalismus

Der Brutalismus – ein Baustil der Moderne,  bewundert aber auch als Bausünde abgelehnt, – hatte seine Blütezeit ab Mitte der 1950er Jahre und behielt seine Aktualität bis in die1980er Jahre. Wesentliches Merkmal ist die Verwendung des Baustoffs Beton in seiner Ursprünglichkeit und Rohheit, also als Sichtbeton. Der Begriff Brutalismus leitet sich entsprechend vom französischen Ausdruck ‚brut‘ (roh) ab. Bei dieser Bauweise, die sich als ethisch verstand – ehrlich im Umgang mit Material und Konstruktion und sozial in der Raumnutzung – bot der Kreativität der Architekten ein großer Spielraum. Und so entstand in der ganzen Welt eine kraftvolle, spektakuläre Architektur. Zahlreiche berühmte Architekten waren dabei am Werk. Genannt sei hier zunächst der Meister des Brutalismus, Le Corbusier. Weitere Persönlichkeiten im Zusammenhang mit brutalistischer Architektur sind das Architekten-Ehepaar Alison und Peter Smithson, Owen Luder, Marcel Breuer oder Gottfried Böhm und viele andere mehr.

Cover des Buches über die berühmte Architektin des Brutalismus namens Zaha Hadid aus dem TASCHEN Verlag kleine Reihe

ZAHA HADID | TASCHEN

Zara Hadid – vielfach ausgezeichnet und geehrt – prägte die Architekturwelt

Die irakisch-britische Architektin Zaha Hadid gehört mit ihren modernistisch-futuristischen Entwürfen und exzentrischen Gebäudeobjekten zu den Stars der zeitgenössischen Architektur. Sie erhielt als erste Frau den renommierten Pritzker-Preis für Architektur und behauptete sich in einer von Männer dominierten Branche mit einer unverwechselbaren Handschrift in Architektur und Design.

Cover des Buches über den berühmen Architekten des Brutalismus namens Ricardo Bofill aus dem gestalten Verlag

RICARDO BOFILL. VISIONS OF ARCHITECTURE | GESTALTEN

Poetische Räume, surreale Strukturen und dramatische Visionen

Eine eindrucksvolle Aufarbeitung des Gesamtwerks von Ricardo Bofill und dessen künstlerischer Entwicklung über sechs Dekaden hinweg leistet die von Gestalten herausgegebene Monografie ‚Ricardo Bofill. Visions of Architecture‘ – und dies unter Mitarbeit des katalanischen Stararchitekts selbst. Sein Werk zeichnet sich aus durch kulturelle Innovationskraft, traumartige Ästhetik, durch einen ganzheitlichen Ansatz und visionäre Konzepte. Unter Beachtung von Alltagsbedürfnissen, Bauumfeld, kultureller, sozialer, funktionaler sowie ökonomischer und ökologischer Aspekte entstand – in interdisziplinärer Zusammenarbeit – eine breite Palette vielfältiger, teils eigensinnig gestalteter Bauten. Ein Must-Read für Architekturinteressierte, insbesondere für Liebhaber des postmodernen Formenpioniers!

„Le Corbusiers Schaffen ließe sich zweifellos als ein Ensemble unterschiedlicher, wenn nicht sogar gegensätzlicher Positionen zusammenfassen und fußt auf seiner unerschöpflichen Neugierde in Bezug auf die Stadt und ihre Wandlungen, auf die Architekturgeschichte und volkstümliche Bauweisen.“

ZUM BUCH

„Zaha Hadids abenteuerliche Reise war bemerkenswert. Ihren Erfolg verdankte sie ihrer Unbeirrtheit und der Überzeugung, dass Architektur und Design nicht zwangsläufig so sein müssen, wie sie schon immer waren. […] Zaha Hadid entfesselte die Architektur – und nichts wird sein wie zuvor.“

ZUM BUCH